Virtuelle Gedänkstätte für die Toten an der Berliner Mauer 1961 - 1989

Kriterien

Zur Klassifikation der Einzelfälle als Todesopfer der Berliner Mauer entwickelte das Zentrum für Zeithistorische Forschung fünf Fallgruppen.

Als solche Todesopfer gelten:

  • Personen, die bei einem Fluchtversuch (§ 213 des Strafgesetzbuches der DDR: Ungesetzlicher Grenzübertritt - „Republikflucht") von bewaffneten Organen der DDR (siehe: Grenztruppen der DDR) oder durch die Grenzeinrichtungen getötet wurden.
  • Personen, die ohne Fremdeinwirkung bei einem Fluchtversuch im Grenzgebiet zu Tode kamen.
  • Personen, die im Bereich der Grenze unabhängig von einem Fluchtversuch durch das aktive Handeln oder unterlassene Hilfeleistung von staatlichen Organen der DDR verstorben sind. (z. B. Grenzanlagen überkletterten oder versehentlich für Flüchtlinge gehalten und getötet wurden)
  • Personen, die durch oder bei Handlungen der Grenzorgane zu Tode kamen, z.B. bei einer Kontrolle.
  • Grenzsoldaten, die bei einer Fluchtaktion im Grenzgebiet getötet wurden.

Aus den Fällen muss entweder ein Zusammenhang mit einer Flucht hervorgehen oder eine Kausalität mit dem Grenzregime bestehen.

Quelle: Wikipedia.de